Mittwoch, 11. März 2026

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat

Einerseits ist das Internet ja eine feine Sache: Es hilft einem, sich im Staßenverkehr zurechtzufinden, bringt dem Pizzajungen Aufträge, man kann mit abwesenden Freunden chatten und gemeinsam Spiele spielen. Es bringt und Musik ins Haus und interessante Dokus. Da ist wirklich für jeden etwas im Angebot. Leider führt das in vielen Familien dazu, dass jeder mehr oder weniger einsam vor sich hinprüttelt, jeder sich nur mit seinem Engerät daddelt und niemand mehr mit Anderen redet oder spielt. Also so in echt.

Was wäre, wenn man das Netz abschalten könnte?

Marc-Uwe Kling spielt das in seiner amüsanten Kurzgeschichte durch und Astrid Henn illustriert es. Das Ergebnis ist überraschend lecker und unerwartet rührend. 

Lesen, und zwar unbedingt und sofort.


Montag, 9. März 2026

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Das Neinhorn

Auch dieses Büchlein von Marc-Uwe Kling (Text) und Astrid Henn (Bilder) steckt voller absurder Abenteuer und irrer Ideen. Ich werde den Teufel tun, und die Handlung spoilern. Nur so viel: Es geht um die Freundschaft eines NEINhorns mit einem WASbär, einem NAhUND und einer KönigsDOCHter. Der auf dem  Innencover angekündigte sprudelig schäumende Seifenblasensee, zahlreiche zauberhafte Zypressen und der hübsche Herzwald kommen nicht, oder nur am Rande vor. Eigentlich schade, denn die hätte ich gerne kennen gelernt. Aber man kann ja nicht alles haben. Es ist trotzdem ein ganz bezauberndes Buch!

Lesen, besser noch: vorlesen! Und zwar einem Kind oder einem jung gebliebenen Erwachsenen.

Man sollte überhaupt wieder mehr vorlesen!

Samstag, 7. März 2026

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat

Wie immer bei Comics oder Kurzgeschichten verrate ich wenig bis nicht über die Handlung. Im Prinzip geht es darum, Handlungsschemata von Erwachsenen oder Jugendlichen aus der Perspektive der achtjährigen Tffany zu beobachten und zu interpretieren. Marc-Uwe Kling macht das ganz hervorragend. Und dass sich hier der Handlungsstrang zu immer absurderen Höhen hochschaukelt, trägt seinen Teil dazu bei, dass dieses kleine Büchlein letzten Endes zum Brüllen komisch ist. Mein Tipp: In der Öffentlichkeit entweder nicht lesen oder laut vorlesen.

Großartig. Ich will mehr davon!