Freitag, 24. Juli 2026

Spektrum der Wissenschaft-Redaktion (Hrsg): Am Rande des Sonnensystems

Es ist unglaublich, welche Erkenntnisse von unserem Heimatsystem inzwischen gewonnen wurden. Vergleichsweise winzige Himmelskörper im Kuipergürtel, rund 60 bis über 100 mal soweit von der Sonne entfernt wie die Erde, und sogar deren Monde konnten erforscht werden. Wenn man bedenkt, wie schwach diese Objekte beleuchtet werden, wie weit sie von der Sonne entfernt und wie klein sie sind grenzt das an ein Wunder. Folgerichtig werden hier auch Instrumente eingesetzt, die eigentlich zur Erforschung extrasolarer Planeten konstruiert wurden. 

Die Plasmazusammensetzung und -eigenschaften am Rande des Sonnensystems und darüber hinaus wurden hingegen von zwei Mitspielern unter die Lupe genommen, die es eigentlich längst nicht mehr geben sollte: Die Sonden Voyager I und II wurden 1977 gestartet, also vor rund 50 Jahren, aber sie leben immer noch und senden bienenfleißig ihre Messdaten zum Heimatplaneten. 

Ich bin gerade völlig geplättet von den Leistungen der Astrophysiker. 

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!

Freitag, 10. Juli 2026

Spektrum der Wissenschaft-Redaktion (Hrsg): Entstehung des Lebens


Und zwar alle drei Teile. 

Das Leben zu verstehen ist DIE zentrale Aufgabe der Biologie. Wie aus einfachen Zellen mit der Zeit komplexe Lebewesen entstanden sind und wie diese sich dann zu der jetzt sichtbaren Vielfalt entwickelt haben, ist seit Charles Darwin eigentlich hinreichend erklärbar. Einige wenige Fragen blieben noch offen, die wurden dann von Richard Dawkins umfassend und genial beantwortet. Doch darum geht es in diesen Themenheften nicht.

In diesen Heften geht es sozusagen um den biologischen Schöpfungsakt. Wie entstanden aus unbelebter Materie komplexe Strukturen, die Stoffwechsel betreiben und sich selbst reproduzieren können? Auch in den Schulbüchern meiner Jugend fanden sich hierzu schon Ansätze. An prominenter Stelle ist hier das legendäre Experiment von Stanley Miller und Harold Urey im Jahr 1953 zu nennen. Diese packten eine hypothetische, künstlich hergestellte Uratmosphäre in einen Erlenmeyerkolben, gaben Wasser und Energie in Form von elektrischen Entladungen und Wärme hinzu und nach einiger Zeit konnten sie tatsächlich einfache organische Moleküle in dieser "Ursuppe" nachweisen.

Seit 1953 hat sich in der Erforschung der Entstehung des Lebens jedoch viel getan: Schwarze und Weiße Raucher am Meeresgrund wurden entdeckt und erforscht, Geysire untersucht und sogar ein Kaltwasssergeysir in der Eifel wurde beobachtet. Inzwischen hat man Lebensformen sogar in tiefliegenden, massiven Gesteinsschichten entdeckt, die sich von Eisenverbindungen ernähren und mit einem Zeitlupenstoffwechsel ihr Dasein fristen. Von der Idee, dass sich Leben in vor sich hin schwappender Ursuppe bildete, können wir uns wohl verabschieden.

Die Untersuchungstechniken haben sich radikal weiterentwickelt und auch die interessanten Bezüge zur Astrobiologie möchte ich nicht unerwähnt lassen. Drei superspannende Themenhefte, die zu Lesen ich sehr empfehle. 

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!







Mittwoch, 24. Juni 2026

Spektrum der Wissenschaft-Redaktion (Hrsg): Eine Prise Chemie

Auch wenn es der Titel dieses Buches nicht vermuten läßt: Es geht um Lebensmittel.

Wie optimiert man den Kochprozess von Pasta. Können pflanzliche Käseersatzprodukte nach "richtigem" Käse schmecken? Warum schmeckt dunkles Bier nicht kräftig und hat zudem auch noch einen derart unverschämt cremigen Schaum? Warum ist Glühwein nicht zwingend gepanschte Plörre, sondern eine sorgfältig mit Gewürzen und nicht zu großer Hitze hergestellte Delikatesse? ....und, und, und. 

Spektrum eben: Immer ausführlich, immer aktuell, selten erschöpfend, denn Wissenschaft ist niemals auserzählt, und macht immer Lust auf mehr!

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!