Sonntag, 23. August 2026

Spektrum der Wissenschaft-Redaktion (Hrsg): Die Wunderwelt der Pflanzen

Studiert man die Lehre vom Leben (Biologie) erschlägt einen irgendwann die Vielfalt. 1,8 Millionen Arten hat die Wissenschaft bisher beschrieben, es sind aber viel mehr. Je nach Zählweise reichen die Schätzungen von 8 bis 15 Millionen, bezieht man auch Mikroben und Pilze in die Schätzung mit ein, liest man sogar von über 100 Millionen. Die kann kein Mensch alle kennen. Deshalb ist es auch durchaus möglich, einen studierten Biologen noch zu überraschen. 

Das ist der Redaktion durch die Auswahl der Artikel wirklich gelungen. 

Lesen, und zwar unbedingt und sofort

Donnerstag, 20. August 2026

Spektrum der Wissenschaft-Redaktion (Hrsg): Die Gattung Homo

Zeitgenossen des modernen Menschen

Mein ursprünglicher Plan war es, mich nach der Pensionierung wieder an einer Universität einzuschreiben. Studium Universale - Hirnjogging. Doch was sich jetzt nach und nach aus einer ursprünglich als  Gegenmittel für Langeweile beim Restaurantbesuch oder bei längeren Zugfahrten gedachten Angewohnheit entwickelt hat, kommt einer Passion, ja einer Sucht gleich: Spektrum Kompakt ist besser als jede Ringvorlesung. Ich suche mir die Themen aus, die mich interessieren - und das sind naturgemäß meine Studienfächer und daran angrenzende Disziplinen - und lasse mich von der Redaktion einfach auf den neuesten Stand bringen. 

Konkret bedeutet das in diesem Fall: Vom Homo florensiensis hatte ich noch nebenbei etwas gelesen, aber das ist über 20 Jahre her. Denisova-Menschen sind völlig unter meinem Radar geflogen und auch der Homo naledi und der Homo luzonensis hatten sich mir bisher noch nicht vorgestellt. Dass chinesische Forscher inzwischen viel Wissen zur Evolution des Menschen erarbeitet hatten, wusste ich, aber nicht was. Das Beste in diesem Heft sind für meinen Geschmack die Höhlenmalereien der Neandertaler. Das wirft alles über den Haufen, was ich noch in der Schule gelernt habe.

Toll!

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!

Dienstag, 11. August 2026

Spektrum der Wissenschaft-Redaktion (Hrsg): Gerettet!

Erfolgreicher Naturschutz

Nach all den apokalyptisch anmutenden Themenheften zum Thema Massenaussterben hatte ich mich regelrecht gefreut auf dieses Heft. "Endlich auch mal gute Nachrichten!" dachte ich. "Endlich mal ein Heft, das nicht von Tod und Verderben und der Auslöschung ganzer Lebensgemeinschaften handelt." Ein Hoffnungsschimmer!

Ab er da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. So einfach ist das leider nicht. Bei einem relativ robusten Nahrungsopportunisten wie der Europäischen Auster mag die Wiederansiedlung im ursprünglichen Lebensraum noch funktionieren. Austern sind Filtrierer, die organische Schwebstoffe aus dem Wasser sieben. Ob diese Schwebstoffe aus einem intakten Ökosystem kommen oder nicht, ist ihnen Wurst - sie gedeihen. 

Wo wir gerade bei diesem Thema sind: Austern haben eine sehr interessante Sexualität. Da habe ich echt noch etwas gelernt. Man könnte sagen, dass sie es mit der sexuellen Orientierung nicht so genau nehmen. Fast so wie in Ursula K. Le Guins Roman "Winterplanet" - den könnte ich auch noch einmal lesen.

Ich schweife mal wieder ab. 

Aber: Auch wenn eine Auswilderung von Tieren oder Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum zunächst geling, heißt das nicht, dass diese langfristig erfolgreich ist. Einerseits sind die Lebensräume oft viel zu stark vom Menschen beeinflusst, zerschnitten und destabilisiert. Andererseits gehen die ausgewilderten Populationen oft nur aus wenigen Individuen hervor. In der Evolution nennt man das einen Genetischen Flaschenhals. Inzucht bleibt nicht aus und vererbbare Krankheiten reichern sich in der Population geradezu an. Da ist das letzte Wort in Bezug auf das Aussterben einer Spezies noch lange nicht gesprochen.

Auch davon handelt dieses Buch. Und vom erstaunlichen Sexleben der Austern. Aber das sagte ich ja bereits.

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!