Dienstag, 9. März 2010

Günter Ruch: Die Blutkönigin

Im Jahr 55 vor Christus beginnt die Handlung dieser Geschichte. Iulius Caesar führt seit Jahren einen blutigen und unerbittlichen Eroberungskrieg in Gallien. Viele Stämme unterwerfen sich dem Imperator, so auch die Eburonen, ein keltischer Stamm, der seit vielen Generationen das Gebiet nördlich der Eifel seine Heimat nennt. Zu diesem Krieg gehören auch Strafexpeditionen, die von den Legionären des sadistischen Legaten Titurius Sabinus durchgeführt werden. Dabei werden ganze Siedlungen ausgelöscht, Menschen als Sklaven verschleppt, vergewaltigt oder langsam zu Tode gequält. Als es Caesar dann noch in den Sinn kommt, nach einem Dürresommer mit Missernten im gesamten Reich Sonderabgaben in Höhe von einem Drittel der ohnehin schon knappen Vorräte von den unterworfenen Stämmen zu fordern, sehen sich diese ihrer Existenzgrundlage beraubt. So beschließen die furchtlosen Krieger, sich gegen die römische Übermacht zu erheben und vernichten ganze Legionen. Doch Caesar sinnt auf Rache. Bald stehen die Kelten am Rande des Untergangs.

Dieser spannende Roman wird aus der Perspektive verschiedener Protagonisten erzählt. So lernen wir das damalige Leben kennen aus dem Blickwinkel einer jungen Druidin, eines Waffenschmieds, der schließlich zum Kämpfer wird, einer treverischen Sklavin, die eigentlich eine Prinzessin ist und auch die Sichtweisen einiger römischen Besatzer wird uns so eröffnet. Die historischen Hintergründe und historisch belegten Figuren werden eingebunden in eine fesselnde Handlung, die einen das Buch erst weglegen lässt, wenn man es vollständig verschlungen hat.

Definitiv kein Kinderbuch, aber sehr lesenswert!

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