Mittwoch, 10. Januar 2018

Brandon Q. Morris: Proxima Rising

Dimitri Marchenko, um genauer zu sein: sein mit durch die Verschmelzung mit der Bord-KI der Enceladus-Expedition entstandenes Maschinenbewusstsein, erwacht. Da er von der zweiten Enceladus-Reise zwar Kenntnisse hat, sich aber an die eigentliche Reise nicht erinnern kann, schließt er, dass er eine durch den russischen Multimilliardär Schostakowitsch veranlasste illegale Raubkopie der Marchenko-KI darstellt. Er macht sich sofort an die Arbeit. Er befindet sich an Bord einer Mikro-Sonde, die man mittels sehr starker Laser auf ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt hat. Sein Ziel ist das sonnennächste Sternensystem Proxima Centauri bzw. ein Planet, der sich in diesem System befindet. Von dort hat man auf der Erde vor einiger Zeit einen Hilferuf erhalten. Marchenkos erste Aufgabe: Interstellares Material einsammeln um das Schiff zu vergrößern und abzubremsen. Die Zweite: seine zukünftigen Passagiere aus mitgeführtem genetischem Material erschaffen. Er weiß genau, was zu tun ist, denn er hat Zugriff auf umfangreiche Datenbanken in seinen Speicherzellen.

Ein äußerst spannender Roman. Was der Autor sich hier an fantastischen Techniken für sein Szenario zusammensucht ist nicht mehr und nicht weniger als konsequent um einige Jahrzehnte in die Zukunft fortgeschriebene Technik- und Forschungstrends der Jetztzeit. Ich bin sehr gespannt auf diese Zukunft und weiß nicht, ob ich sie herbeisehnen oder mich vor ihr fürchten soll.

Lesen, und zwar unbedingt und sofort.

Freitag, 5. Januar 2018

Brandon Q. Morris: Enceladus - Die Rückkehr

Ein russischer Oligarch und Multimilliardär tritt an die zurückgekehrte Crew der ILSE heran. Er benötigt das Schiff und seine Mannschaft, um seine für den Asteroidenbergbau und weitere Großprojekte entstandene Infrastruktur im All auszubauen. Der Crew böte sich so die einmalige Chance, nach dem auf Enceladus verbliebenen Bordarzt Marchenko zu forschen. Sie bemächtigen sich Schiffs und machen sich auf den langen und beschwerlichen Weg. Doch der Milliardär Schostakowitsch spielt ein doppeltes Spiel. Und er ist nicht die einzige Partei, die auf das Schiff und seinen Kurs Einfluss nimmt.

Ein rasend spannendes Buch und ein würdiger Abschluss der Eismond-Reihe. Ich freue mich schon auf die neue Serie, die eine mögliche erste interstellare Reise beleuchtet.

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!

Dienstag, 26. Dezember 2017

Brandon Q. Morris: Io

Eigentlich wollte die Besatzung der ILSE nach ihren gefährlichen Abenteuern auf Enceladus und Titan nur noch eines: nach Hause zurückfliegen. Doch die von Ihnen entdeckte außerirdische Intelligenz hatte sie eindringlich gewarnt: Auf dem Jupitermond Io lauert eine bösartige und tödliche Bedrohung, auch für die Erde. Io ist mit seinen Meeren aus flüssigem Schwefel und seinen zahlreichen aktiven Vulkanen nicht eben das, was man sich unter der Geburtsstätte des Lebens vorstellt. Doch auch auf der Erde existieren vergleichbar lebensfeindliche Plätze und sie sind dennoch belebt.
Also macht sich die Besatzung auf den Weg. Nicht nur den Gefahren auf dem lebensfeindlichen Jupitermond gilt ihre Aufmerksamkeit. Auch aus den eigenen Reihen heraus werden sie angegriffen.

Und wieder bemüht sich der unter einem Pseudonym schreibende deutsche Physiker als Autor von "Io" erfolgreich um ein Szenario, das auf einem soliden wissenschaftliche Fundament verankert ist.

Großartiger Suchtstoff. Bitte mehr davon!

Lesen, und zwar unbedingt und sofort!