Montag, 22. Juli 2013

Jean Amila: Mond über Omaha

Sergant Riley hatte großes Glück. Vor 20 Jahren überlebte er das Grauen des D-Day bei der Landung der aliierten Truppen in der Normandie. Seit nunmehr zwanzig Jahren erfüllt er die wichtige und ehrenvolle Aufgabe, den Friedhof und das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten dieses Tages zu pflegen und zu bewachen. Inzwischen ist er mit einer bildhübschen und viel zu jungen Französin verheiratet. Es geht ihm gut, kein Grund zur Klage.
Das Unglück nimmt seinen Lauf, als einer seiner französischen Gärtner stirbt. Dieser nimmt gleich mehrere Geheimnisse mit in sein Grab, und diese enthüllen sich jetzt nach und nach. Es geht um den Inhalt der Gräber auf dem Heldenfriedhof.

In diesem brillanten Roman aus dem Jahr 1964 geht es auch um ein Stück Vergangenheitsbewältigung. Was geschah wirklich bei der Landung in der Normandie? Wer hat die meisten amerikanischen Soldaten auf dem Gewissen? Wie hoch waren die Kollateralschäden? Wie wurden die Amerikaner von der befreiten französischen Bevölkerung gesehen?

Dass dabei, ganz nebenbei, auch noch die Geschichte eines moralisch nur schwer einzuordnenden Mordes erzählt wird, macht das Buch nur um so spannender.

Ein tolles Buch! Lesen!

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