Montag, 14. Mai 2012

Ralf König: "Sie dürfen sich jetzt küssen"

Konrad und Paul möchten, nach 15 Jahren wilder Ehe, endlich heiraten. Jetzt geht das ja. Die Freunde sind neugierig, das war klar. Die Eltern sind allesamt entsetzt, auch das war zu erwarten. Nur Pauls Großmutter reagiert völlig anders als vermutet. Und ausgerechnet jetzt lernt Paul einen türkischen jungen Mann kennen, der nicht so recht weiß, ob er sich eher zu Frauen oder zu Männern hingezogen fühlen soll. Da steuert Paul natürlich gerne handfeste Entscheidungshilfen bei.

Die Figuren Konrad und Paul sind inzwischen auch schon echte Klassiker. Unzählige Abenteuer hat Ralf König sie bisher durchleben lassen. Konrad, der sensible und eher häusliche Pianist stellt dabei den ruhenden Pol dar und ist gelegentlich ziemlich genervt. Paul, der kleinwüchsige, promiskuitive Nimmersatt, ist eher der quirlige Teil des ungleichen Paars. Im Grunde sind die beiden wie Jack Lemmon und Walter Matthau, nur eben in schwul und mit Knollennasen. Eine herrlich erzählte Geschichte mit filmreifen Rückblenden und Zukunftsvisionen. Mal radikale Zwerchfellmassage und gelegentlich durchaus mit Tiefgang.

Ein Wort nur: Lesen!

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