Mittwoch, 4. November 2009

Rainer Martin Mittl: Mannheimer Dreck

Der junge Oberkommissar Frieder Kindlein hält sich für einen absolut unfähigen Polizisten und denkt mehr als einmal daran, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Ausgerechnet ihm wird nun die Bearbeitung eines grausigen Mordfalles übertragen, der offensichtlich Teil einer jahrzehntelangen Mordserie ist, an der sich schon weit kompetentere Ermittler die Zähne ausgebissen haben. Als Teampartner stellt man ihm zu allem Überfluss Konrad Morgenthaler zur Seite, langjährigen Assistenten des wegen seiner beeindruckenden Erfolge als Star gefeierten Chefs der Abteilung. Er glaubt an ein Komplott, einzig zu dem Zweck eingefädelt, um seine Inkompetenz unter Beweis zu stellen. Doch es kommt ganz anders als erwartet, und bald entdecken die beiden nicht nur Ungeheuerliches, sondern sie geraten selbst in höchste Lebensgefahr.

Spannend bis zur letzten Seite präsentiert sich Herr Mittls Erstlingswerk. Die Geschichte ist kriminalistisch interessant gestrickt, logisch aufgebaut und psychologisch einfühlsam konstruierte Charaktere runden das positive Gesamtbild ab. Als besonders unterhaltsam empfinde ich die raschen Perspektivwechsel, mit deren Hilfe eine Szene mal aus der einen, dann wieder aus einer anderen Blickrichtung erzählt wird. Das eröffnet überraschende Einsichten in seelischen Befindlichkeiten der Protagonisten.

Eines dieser Bücher, die ich nach wenigen gelesenen Kapiteln zu meinem Bücherdealer schleppe, mich nach weiteren Werken des Autors erkundige, um sie dann alle zu bestellen.

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