Freitag, 10. April 2009

Heinrich Steinfest: Tortengräber

Mit diesem Werk schließe ich meinen Steinfest-Zyklus ab. Und, bedingt durch die zufällig gewählte Reihenfolge, aber durchaus passend, treffe ich hier eine alte Bekannte wieder. Nämlich Lilli Steinbeck, die elegante  Entführungsspezialistin mit der Klingonennase, die mich seinerzeit durch den Klappentext meines ersten Steinfest-Buches so neugierig gemacht hat. 
Hier geht es zunächst um einen Lebensmittelchemiker, der einer seltsamen Obsession fröhnt: Er ruft abends Frauen an, schweigt, und ergötzt sich an ihrer Irritation und Angst. Eines Tages erhält er als Wechselgeld beim Bäcker einen Geldschein, auf dem eine Telefonnummer notiert ist. Er ruft dort schweigend an, und wenige Minuten nach diesem Anruf stürmt ein Sondereinsatzkommando seine Wohnung und reißt ihn aus der Normalität seines Lebens.  
Heinrich Steinfest wechselt wieder einmal gekonnt die Erzählperspektiven und setzt dann noch einen drauf, indem er sich verschiedene Auflösungen seiner Geschichte ausdenkt und miteinander verknotet.
Man möchte nach Wien reisen. Unbedingt lesen!

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