Montag, 17. Dezember 2018

Christian von Ditfurth: Schatten des Wahns

Stachelmanns Freund Ossi begeht Selbstmord. Offensichtlich.
Allerdings passt die gewählte Methode so gar nicht zu dem verschiedenen Polizisten: Sie setzt medizinisches Fachwissen voraus und den Zugriff auf Medikamente im Experimentalstadium. Die Polizei hat mit dem Fall bereits abgeschlossen, aber der habilitationsgehemmte Historiker Stachelmann sieht es als seine Pflicht an, der Fall genauer zu untersuchen. So recherchiert er im fernen Heidelberg, in der Universitätsstadt, die ihn durch gemeinsames Studium und politisches Engagement mit Ossi verbindet.

Ich habe es schon öfter geschrieben und werde es vermutlich auch immer wieder tun: Die Kriminalromane des Herrn von Ditfurth gehören zum besten, was ich in diesem Genre jemals gelesen habe. Sprachlich brillant, ausgeklügelte Handlung mit exquisit recherchierten historischen Hintergrund, großartiger Suchtstoff!

Lesen. Und zwar unbedingt und sofort!

Dienstag, 11. Dezember 2018

Hubert Schleichert: Wie man mit Fundamentalisten diskutiert ohne den Verstand zu verlieren

Ein Freund empfahl mir dieses Buch als urkomisch und unbedingt lesenswert. Diese Einschätzung  kann ich zum Teil nachvollziehen (lesenswert!), zum Teil nicht (urkomisch?).
Der Autor analysiert die verschiedenen Spielarten der Gesprächsmanipulation. Das Buch ist nicht mehr und nicht weniger als die Straßenverkehrsordnung der Rhetorik. Keine Gebrauchsanweisung und schon gar kein Selbstlernkurs. Denn auch wer die Straßenverkehrsordnung auswendig lernt, wird dadurch nicht automatisch zu einem guten Autofahrer.

Trotzdem dachte ich mehrfach: Ach so! Das habe ich doch auch schon erlebt und wusste gar nicht, warum mir die Diskussion auf einmal entgleitet, obwohl ich offensichtlich die besseren Argumente habe.

Unbedingt lesen.

Sonntag, 25. November 2018

Robert Habeck: Was wir sein könnten

Ich gebe es zu: Ich hatte etwas völlig anderes erwartet.
Flammende Plädoyers gegen den Klimawandel vielleicht. Oder ein programmatischer Abriss der grünen Agenda. Stellungnahmen zur erbärmlichen Klimapolitik der GroKo.

Aber dergleichen kommt nicht. Geradezu erstaunlich unideologisch zeigt der Philosoph und Schriftsteller Zusammenhänge auf zwischen der jeweils vorherrschenden politischen Streitkultur und der beim Streiten verwendeten Sprache. Ein klug geschriebenes Buch von einem klugen Kopf.

Lesen! Und zwar unbedingt und sofort!