Sonntag, 20. Dezember 2015

Marc-Oliver Bischoff: Golanhöhen

Die Wohnblocks am Ben-Gurion-Ring in Frankfurt genießen einen recht zweifelhaften Ruf: Soziale Underdogs stellen hier die Mehrheit, Kriminalität, Gewalt und auch Selbstmord sind an der Tagesordnung. So ist zunächst niemand erstaunt, als die vom Dach des Hochhauses gestürzte ehemalige Prostituierte gefunden wird. Gideon Richter übernimmt den Fall. Doch der erste Eindruck eines Suizides bestätigt sich nicht. Das Opfer war bereits tot, als es vom Dach des Hauses fiel. Schnell wird klar, dass dieser Fall möglicherweise mit einem anderen Fall zusammen hängt. Doch Gideon, zur Zeit wegen seines Neugeborenen Sohnes unter chronischem Schlafentzug leidend, macht Fehler, die den Ermittlungserfolg gefährden. Bald bekommt er mit seinem Vorgesetzten Ärger.

Wider ein spannendes und sehr realitätsnahes Buch aus der Feder des Herrn Bischoff. Immer wieder interessant, dass die drei Protagonisten seiner drei Romane nie ganz verschwinden, sondern in Nebenrollen wieder auftauchen. So kann man ganz nebenbei studieren, wie sich die Charaktere weiter entwickeln, auch wenn eine andere Figur in den Fokus gerückt wird.

Lesen, und zwar unbedingt und sofort.

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