Mittwoch, 17. Dezember 2014

Keith Richards: Life

Das Leben von Keith Richards. "Na was wird es da schon zu erzählen geben? Sex and Drugs and Rock'n Roll." dachte ich. Und genau das war es wohl auch:
Die Rolling Stones erlebten einen raketenhaften Aufstieg in den Olymp der populären Musik (obwohl sie eigentlich Rhythm N Blues spielten, und nicht Popmusik), wurden von den Fans, besonders den weiblichen, verehrt und begehrt, der Ruhm immer größer in den 70ern, Management wirtschaftete in die eigene Tasche, Drogenabhängigkeit, neues Management, Entzug, Rückfall, Entzug, Rückfall, Entzug, Management gewechselt - jetzt rollte der Rubel, Stadiontouren, irgendwann ist Keith dann doch clean, säuft aber wie ein Loch und raucht wie ein Schlot, die Band bricht an Mick Jaggers Extratouren fast auseinander, immer wieder Versöhnungen, Hochs und Tiefs haufenweise, ein zunächst unentdeckter Schädelbruch, Fluch der Karibik... Der Mann hat echt viel erlebt.

Soweit die Kurzfassung des Buches.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Keith Richards nicht nur ein grundsympathischer Bursche ist, dem man gerne beim Erzählen zuhört. Er erklärt auch immer wieder, für einen Laien wie mich durchaus verständlich, seine Musik, seine Spieltechnik und seine besonderen Harmonien. Für mich war das ein Anlass, die Musik der Stones neu zu entdecken. Ich meine ihre Musik, nicht die Greatest Hits. Und was soll ich sagen: Das ist wirklich die beste Band auf dem Planeten.

Gewürzt wird der Lesegenuss mit vielen Fotos aus mehreren Jahrzehnten. Auf den jüngeren Bildern hat er, inzwischen vom Leben gezeichnet wie kein anderer der fünf Musiker, ein Gesicht wie ein ungemaches Bett. (Diese Formulierung habe ich im SPIEGEL geklaut.)

Ein tolles Buch, das zu lesen ich sehr empfehle.

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