Sonntag, 25. November 2012

Carsten Sebastian Henn: Die letzte Reifung


Professor Dr. Dr. Adalbert Bietigheim macht Urlaub. Zusammen mit seinem Foxterrier Benno von Saber erkundet er kulinarische Höhepunkte im schönen Burgund. Und weil er sich dabei viel Zeit lassen möchte, benutzt er natürlich das Fahrrad. Seine erstes Ziel ist die legendäre Käserei von Madame Poincaré. Die alte Dame stellt hier seit Jahrzehnten ihren berühmten Vacherin d'Epoigey her, und er möchte sie unbedingt persönlich kennen lernen. Als er endlich bei ihr ankommt findet er die Käserin tot vor, eines ihrer eigenen Käsemesser steckt in ihrem Rücken. Das sieht nicht nach Unfall oder Selbstmord aus. Trotzdem versucht der Bürgermeister der kleinen Gemeinde, den Fall zu vertuschen. Ein großes Käsefest steht vor der Tür, und er möchte die Touristen nicht verschrecken. Also ruft Bietigheim seinen Freund Pit zu Hilfe, und beginnt auf eigene Faust mit Ermittlungen. Das wird recht bald auch für ihn gefährlich.

In diesem ersten Teil der Reihe um den seltsamen Kulinaristik-Dozenten lernt man gleich mehrere neue Figuren im Krimi-Universum der Herrn Henn kennen und augenblicklich schätzen. Sie erinnerten mich an geliebte Charaktere des belgischen Comiczeichners Hergé. Die detektivischen Untersuchungen des Professors könnten wiederum aus der Feder von Agatha Christie höchstselbst stammen. Ein rundum gelungener Lesespaß, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich möchte aber vorschlagen, die Reihenfolge der Bücher einzuhalten. Ich selbst habe es nicht getan, und mich damit möglicherweise um den einen oder anderen Lacher gebracht. Aber glauben Sie mir: Es waren noch genug davon übrig.

Lesen, und zwar sofort!

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