Mittwoch, 10. Juni 2009

Harald Schneider: Schwarzkittel - ein Pfalzkrimi

Eine spannender Detektivroman in dem der Protagonist mit viel Gespür eine Mordserie im Ärztemilieu aufklärt. Offensichtlich hat das Ganze mit dem Tod mehrerer Kinder zu tun, die bei diesen Ärzten in Behandlung waren. Viele alte Bekannte aus "Ernteopfer" sind auch wieder mit von der Partie: Dietmar Becker - Archäologiestudent, nebenberuflicher Journalist, Krimiautor und sehr hilfreich, Steinbeißer und Wagner - Kollegen von Palzki und seine von ihm getrennt lebende Frau die zusammen mit seinen Kindern immer wieder für Chaos und gelegentlich für peinlich-komische Situationen sorgt.

Mit Schwarzkittel legt Harald Schneider seinen zweiten Kriminalroman vor, mehrere Kurzgeschichten hatte er zuvor in regionalen Zeitungen veröffentlicht. Eine gewisse Routine und systematische Vorgehensweise merkt man der Geschichte um den leicht verpeilten Hauptkommissar Palzki denn auch durchaus an. Die Charaktere der Figuren sind stimmig durchkonstruiert, die Geschichte wird langsam aber sicher aufgebaut, die Lösung nicht zu früh verraten, der Leser aber auch nicht durch an den Haaren herbeigezogene falsche Spuren an der Nase herum geführt. Gelegentlich gelingen sogar Überraschungen und humoristische Einlagen.

Für meinen Geschmack wirken die Dialoge stellenweise jedoch etwas hölzern und konstruiert. Man denkt ab und zu: "so redet doch kein Mensch." Viel besser gefallen mir die eingestreuten Rückblenden. Hier erkennt man den Kurzgeschichtenschreiber. So oder so: Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich freue mich schon auf seinen nächsten Roman.

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